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Laboranalysen

Ein HIV-Test weist nach, ob sich jemand mit HIV infiziert hat. Wenn eine HIV-Infektion vorliegt, werden weitere Analysen durchgeführt. Mit diesen können der Verlauf der Infektion verfolgt und der Erfolg einer Therapie kontrolliert werden. Zudem liefern verschiedene Tests Hinweise darüber, welche Medikamente für wen geeignet sind.

Verlaufskontrolle

Zur Überwachung der HIV-Infektion, als Grundlage für Therapieentscheide und zur Vorhersage des weiteren Verlaufes der Infektion dienen die Messung des CD4-Wertes und der Viruslast.
  • CD4-Wert: HIV vermehrt sich insbesondere in CD4-Immunzellen (auch bekannt als T-Helferzellen). Bei diesem Vorgang zerstört das Virus die Zelle, so dass im Verlauf der HIV-Infektion die Anzahl der CD4-Zellen abnimmt, und damit das Immunsystem geschwächt wird.

    Während einer HIV-Therapie wird der CD4-Wert alle drei bis vier Monate gemessen. Für den Test wird Blut aus einer Armvene entnommen.
  • Viruslast: Die Viruslast (engl.: viral load) gibt die Anzahl Viren pro Milliliter Blut an.

    Während einer HIV-Therapie wird die Viruslast alle drei bis vier Monate gemessen, nach einer Therapieumstellung für kurze Zeit auch häufiger. Für den Test wird Blut aus einer Armvene entnommen.

Bestimmung der HIV-Variante

Es gibt verschiedene Varianten von HIV. Bei seiner Vermehrung verändert sich das Virus zudem immer ein wenig mehr. Zum Teil entwickeln sich so HIV-Varianten, die gegen gewisse Medikamente resistent sind. Es kann sein, dass man sich bereits mit einer solchen Variante infiziert hat, die Veränderungen entstehen manchmal aber auch im Verlauf einer Therapie. Auf der anderen Seite gibt es Medikamente (z.B. Maraviroc), die nur bei einer ganz spezifischen Variante des Virus wirken, dort dafür sehr gut.
Mit Hilfe von Laboranalysen kann die HIV-Variante bestimmt werden, um auf dieser Basis die individuelle Therapie zu planen.

Abklärung von Nebenwirkungen

Vor dem Einsatz einiger HIV-Medikamente muss abgeklärt werden, ob der Patient / die Patientin ein besonderes Risiko für Nebenwirkungen aufweist. Abacavir beispielsweise eignet sich nicht für Menschen mit bestimmten genetischen Voraussetzungen. Vor der Anwendung wird deshalb ein genetischer Test empfohlen, damit gegebenenfalls auf eine alternative Medikamentenkombination ausgewichen werden kann.