Krankheitsverlauf einer unbehandelten HIV-Infektion
Stadium 1: Primoinfektion und Latenzphase
In den ersten Wochen nach der Ansteckung steigt die Virenlast schnell an. In dieser Zeit treten oft Symptome wie bei einer Erkältung oder einer leichten Grippe auf: Fieber, Hautausschlag, Müdigkeit, Kopfschmerzen usw. Viele betroffene Personen oder Ärzte / Ärztinnen bemerken diese Symptome gar nicht oder bringen sie nicht mit der HIV-Infektion in Zusammenhang.
Die Krankheitszeichen verschwinden nach einigen Wochen spontan, da das Immunsystem auf den Angriff der HI-Viren reagiert. Danach verläuft die HIV-Infektion zunächst unauffällig. In der Regel bleiben HIV-Positive über Jahre beschwerdefrei und können ein normales Leben führen. Das Virus breitet sich dennoch schleichend aus und strapaziert das Immunsystem konstant.
Stadium 2: Phase mit allgemeinen Symptomen
Durch die andauernde Belastung wird das Immunsystem immer schwächer. Ab einem gewissen Punkt kann es sich nicht mehr ausreichend gegen alle Krankheitserreger wehren. Der Körper zeigt jetzt häufiger Anzeichen einer Immunschwäche. Das können Hauterkrankungen, andauernde Lymphknotenschwellungen, starker Nachtschweiss und weitere Symptome sein.
Stadium 3: Aids
In diesem Stadium ist das Immunsystem so stark beeinträchtigt, dass es auch schwere, lebensbedrohliche Krankheiten nicht mehr verhindern kann. Wenn bestimmte Kombinationen von Krankheiten auftreten, wird von Aids gesprochen. Die Bandbreite dieser so genannt „Aids definierenden“ Krankheiten ist gross. Sie reicht von Krebserkrankungen über gewisse Formen der Lungenentzündung bis zum Befall der Speiseröhre mit dem Hefepilz Candida albicans. Nach dem Ausbruch von Aids beträgt die Lebenserwartung – ohne Behandlung - noch wenige Monate bis drei Jahre.




